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JmS 01/09: Spielzeiten vereinbaren!

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6. Januar 2008

Jugendmedienschutz

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Spaß, Spannung, Spontaneität – wer selbst schon einmal ein Bildschirmspiel gespielt hat, weiß, wie mitreißend ein gut gemachtes Abenteuer sein kann. Man verfolgt die Geschichte nicht nur von außen mit, sondern bestimmt ihren Verlauf durch die Aktionen der eigenen Spielfigur.

Schülergruppe mit Laptop

Schülergruppe mit Laptop

In England macht man sich diese vorteilhaften Eigenschaften von Computerspielen gezielt zunutze: Sie werden dort vielfach im Unterricht eingesetzt, um schulische Lernprozesse zu verbessern.

Trotz aller Faszination sind Computerspiele jedoch nur ein Element, das neben vielen weiteren Beschäftigungen den Alltag der Jugendlichen füllt. Manchmal tun sie sich schwer, sich zu unliebsamen Aufgaben zu motivieren oder wichtige Prioritäten zu setzen. Manchmal sind Computerspiele der einfachste Weg, um Problemen oder Unlustgefühlen im Alltag auszuweichen.

Dann können klare Regeln und die Präsenz der Eltern verhindern, dass das Spielvergnügen zur Weltflucht wird. Einige Punkte sollten Sie bei der Vereinbarung von „Spiel-Regeln“ beachten:

  • Handeln Sie die Regeln unbedingt mit den Jugendlichen gemeinsam aus.
  • Bringen Sie ihre Bedenken und Erwartungen klar zum Ausdruck, aber zeigen Sie auch Verständnis für die Interessen der Jugendlichen. So erleichtern Sie es ihnen, die Regeln zu akzeptieren.
  • Seien Sie konsequent, wenn es um die Einhaltung der Regeln geht. Dabei müssen Sie nicht mit der Stoppuhr neben dem PC stehen. Wer kurz vor Erreichen des Etappenziels den Stecker zieht, erzeugt bei den Jugendlichen eher Frust als Einsicht. Sinnvoller sind Regelungen, die sich am Spielablauf orientieren („noch dieses Level“) oder wöchentliche Zeitkontingente, die sich die Jugendlichen selbst einteilen können.
  • Jugendschutzsysteme wie die Kindersicherung der Xbox 360 oder Windows Vistas Jugendschutzfunktionen helfen ihnen, die Einhaltung der Regeln vor allem bei jüngeren Kindern zu verwirklichen.

Setzen sie Computerspiel-Verbote nicht als Strafe und Extra-Spielzeiten nicht als Belohnung ein, sonst erhalten Computerspiele eine zu große Bedeutung für die Kinder.

Mehr zum Thema Jugendmedienschutz und verantwortungsvolle Mediennutzung können Sie im „Dossier: Jugendmedienschutz“ nachlesen. Das Dossier finden Sie zum Download unter www.sicherheit-macht-schule.de oder schicken Sie uns eine E-Mail und wir lassen Ihnen die Printversion zukommen.

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